24h Le Mans/LMS

24h Le Mans/LMS Serie

In der LMS Serie leben die legendären 1000-Kilometer-Rennen der 70er Jahre wieder auf. Der Startanreiz für die Teams ist groß, denn bei den Veranstaltungen können sich die Rennställe Startplätze für die 24 Stunden von Le Mans erkämpfen. Der erstmals 1923 vom Automobile Club de l'Ouest ausgetragene Langstrecken-Klassiker zählt nach wie vor zu den härtesten und anspruchvollsten Motorsportveranstaltungen der Welt. Die Strecke führt zum Teil über sonst öffentliche Landstraßen. Die wie Rennflundern anmutenden Sportwagen-Prototypen legen in 24 Stunden mehr als 5.000 Kilometer bei Spitzengeschwindigkeiten von über 350 km/h zurück. Gestartet wird sowohl in der LMS Serie als auch beim 24 Stunden-Rennen in vier Fahrzeugklassen. Bei den zahlreichen Boxenstopps wechseln sich zwei bis drei Fahrer am Steuer ab. Ein Pilot darf ohne Pause nicht mehr als vier Stunden am Rennen teilnehmen.

Technisches Reglement

Wie in Le Mans sind bei der LMS Serie die Fahrzeuge in vier Klassen eingeteilt: LM P1, LM P2, LM GT1 und LM GT2. Während die GT-Fahrzeuge auf Serienautos basieren, sind die Sportwagen der Kategorien LM P1 und LM P2 reinrassige Prototypen. Für alle Autos ist ein Mindestgewicht vorgeschrieben, das in der LM P1-Klasse 950 Kilogramm beträgt. In der LM P2 sind es 750 Kilo. Die schwereren Wagen haben Motoren mit einem maximalen Hubraum von 6000 ccm an Bord. Die leichteren LM P2-Autos haben im Gegenzug weniger Motorleistung, der auf 3,4 Liter bei Saugmotoren und zwei Litern bei Turboaggregaten festgesetzt ist. Vierrad-Antrieb ist verboten.


Sportliches Reglement

Über die Startaufstellung entscheidet in der LMS Serie ein 40-minütiges Qualifying. In den ersten 20 Minuten sind nur Prototypen auf der Strecke, in den zweiten 20 Minuten die GT-Fahrzeuge. Das Rennen wird nach einer Einführungsrunde fliegend gestartet und beträgt bei allen Läufen eine Distanz von 1.000 Kilometern bzw. maximal sechs Stunden. Anders als in Le Mans werden in der LMS Serie auch Fahrzeuge gewertet, die nicht ins Ziel gekommen sind. Dafür müssen sie aber mindestens 70 Prozent der Distanz des Siegers und die Ziellinie erreichen. Maximal vier Mechanikern ist es erlaubt, gleichzeitig am Auto zu arbeiten.

Die Wertung erfolgt nach Klassen getrennt. In jeder Klasse werden Punkte für die ersten acht Positionen gemäß dem Schlüssel 10-8-6-5-4-3-2-1 vergeben. Bei den 24 Stunden von Le Mans werden am Mittwoch- und am Donnerstagabend die Startpositionen in zwei je vierstündigen Qualifyings ermittelt. Die schnellste Runde jedes Fahrzeugs zählt für die Startaufstellung. Der Start des Rennens erfolgt am Samstag um 16 Uhr fliegend nach einer Einführungsrunde. Während des Rennens ist es verboten, den Motorblock, das Getriebegehäuse, das Differential, das Chassis oder das Monocoque zu wechseln. Bei einem Zwischenfall auf der Strecke darf nur der Fahrer am Auto arbeiten und dabei nur Werkzeuge und Teile verwenden, die er an Bord hat.

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